TikTok, die Zeit läuft ab?

27. August 2020
Posted in Allgemein
27. August 2020 Jochen Palmer

TikTok in der Kritik

Freunde des Hochkantformat-Hüftschwungs aufgepasst:

im heutigen Blog der bildbrauerei geht es um wieder um TikTok!

Das tun wir ausnahmsweise nicht, um den Anschein zu wahren, dass wir kleine Digital-Dachse am Puls der Zeit sind, sondern weil die App mal wieder für Schlagzeilen gesorgt hat!

Keine Social Media App ist derzeit so in den Medien vertreten wie TikTok.

Dies liegt jedoch nicht nur an der rasant ansteigenden Beliebtheit der App, sondern an den Schlagzeilen, die TikTok in den letzten Monaten geschrieben hat.

Vom Verbot der App in Indien, über einen verärgerten US-Präsidenten bis hin zu potenziellen Käufern, wie Twitter oder Microsoft war bisher alles dabei.

Die neueste Schlagzeile titelt mit dem Rücktritt von Kevin Mayer, der auf Grund von “politischem Druck” sein Amt niederlegt, nachdem er dieses erst seit ein paar Monaten inne hatte.

TikTok polarisiert. Was allerdings klar ist: die Formel, mit der die App die Contentproduktion der User fördert funktioniert und erfreut sich großer Beliebtheit.
In dem es TikTok schafft, das Beste aller Netzwerke miteinander zu verbinden, hat die chinesische App eine einmalige Erfolgsformel geschaffen.

TikTok ist der Long Island Iced-Tea der Social Networks

 

@kelly_boveWho else thinks Zain nailed this challenge? 🙌🏻😉 ##fyp ##foryoupage ##tiktokdogs♬ Love Story Discolines – ethanishung

Kurze unterhaltsame Clips, die eine hohe Interaktivität mit der Community erlauben, gepaart mit einem Algorithmus, der genau auf die Vorlieben der User zugeschnitten ist, das alles erlaubte es TikTok, zu einem der meist gefragtesten Netzwerken mit über 2 Milliarden Downloads aufzusteigen.

Es wirkt, als wäre die App ein Cocktail gemixt mit den Flüssigkeiten der gesamten Getränkekarte, ähnlich wie ein Long Island Iced-Tea.

Immer wieder gehen auf TikTok kurze Clips aus der ganzen Welt viral und werden rund um den Globus auf die “For You”-Pages sämtlicher User gespült.
Hoch im Kurs sind hierbei die Themen: Musik, Tanz und Comedy.


Dieser Erfolg blieb von der Konkurrenz natürlich nicht unerkannt und diese hat sich deswegen ein bisschen, naja sagen wir mal, “inspiriert”.

Wie es mit TikTok in Zukunft weiter geht, ist immer noch nicht geklärt und in den letzten Monaten hatte die App sowohl ihren Höhepunkt, als auch die wahrscheinlich stressigste Zeit ihrer jungen Existenz.
Da niemand weiß, welche Entwicklungen die ganze TikTok-Geschichte noch nehmen kann, haben wir uns mal bei der Konkurrenz umgeschaut.

Darum soll es auch im heutigen Blog gehen: die TikTok-Apps, die nicht TikTok sind

TikTok und seine Alternativen

 

Triller: das ältere TikTok

via GIPHY

Triller funktioniert ähnlich wie TikTok und ist in New York ansässig.

Das US-Unternehmen ist erstaunlich nah am TikTok-Prinzip, jedoch ist die App überraschenderweise ein Jahr älter als ihr chinesisches Pendant.

Triller ist großer Gewinner der Datenschutz-Kontroverse rund um TikTok und konnte seitdem an vielen Nutzern gewinnen

 Aktuell zählt Triller etwa 250 Millionen Downloads.

Internationale Bekanntheit hat es allerdings durch den aktuellen TikTok-Nemesis und US-Präsidenten Donald Trump gewonnen. 

Dieser verkündete kürzlich, dass er dem Triller-Netzwerk beigetreten ist:

Neben Trump hat Triller bereits viele andere Prominente von sich überzeugen können.
So ging man strategische Kooperationen mit Musikgrößen wie Snoop Dogg, Kendrick Lamar und The Weeknd ein.

Who’s bad?

Instagram Reels: Der FC Bayern unter den Sozialen Netzwerken

Ooops they did it again

via GIPHY

Instagram ist so etwas wie der FC Bayern der Social Media Welt.
Sie sehen was bei anderen funktioniert und holen sich das Beste aus der Konkurrenz in die eigene Mannschaft.

Aber genug mit den Fußball-Metaphern!
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Instagram bei den Funktionen der Konkurrenz inspiriert hat. Wir erinnern uns, dass beispielsweise die Story-Funktion, die mittlerweile zum guten Ton eines sozialen Netzwerks gehört, ursprünglich von Snapchat eingeführt wurde.
Auch die AR-Filter, die wir mittlerweile bei Instagram finden, hatten ihren Ursprung als Face-Filter bei Snapchat.
Instagram hat sich nun erneut zu einer Inspiration hinführen lassen und hat eine neue Funktion die eigene App integriert: Die Reels.

Reels sind ähnlich aufgebaut wie TikToks.
Ach, wem machen wir was vor. 

Es ist genau das Gleiche.

Seht selbst

 

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Cheez: Ist alles besser mit Käse?

Der geübte Esser weiß: alles ist besser, wenn es mit Käse überbacken wird: Nudeln, Gemüse, Reis.
Doch kann TikTok auch eine Portion Käse vertragen?
Cheez ist sehr nah an TikTok, was man beispielsweise am Tutorial sehen kann:

Dennoch hat sie einige USPs:

Die App aus Singapur erlaubt es seinen mittlerweile 4,5 Millionen Nutzern Videos mit einer Länge von maximal 17 Sekunden zu produzieren, miteinander zu chatten, sich in Challenges herauszufordern und belohnt die User, wenn sie es schaffen viral zu gehen.

Ausgezahlt werden sie in einer digitalen Währung, die in vollem Maße an die Creator fließen soll, ohne dass ein Teil an Dritte abgegeben werden muss.

Sind es nun echte Alternativen?

Nachdem wir uns sämtliche Apps mal runtergeladen und unseren Speicher kurz überstrapaziert haben, sind wir zum Schluss gekommen, dass Triller und Co zwar einige Vorzüge besitzen, aber in der Summe nicht gegen TikTok überzeugen können.

Neben TikTok werden wohl nur die Reels von Instagram langfristig relevant bleiben.
Das liegt an der einzigartigen Verbindung von der Erstellung kurzer Clips mit den bereits vorhandenen Funktionen.
Ob Gen Z, allerdings auch immer noch den Instagram-Way of Posting gehen wird, bleibt langfristig abzuwarten.
Wir bespielen jedenfalls ab sofort beide Kanäle und freuen uns euch dort zu treffen!

Eure Meinung zu TikTok und Co

Jetzt ist eure Meinung gefragt: bleibt ihr TikTok treu, oder kommt für euch eher eine andere Alternative in Frage?

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